Finanzierung
USA setzt neue Handelsstrategie um
2025-04-02

Die amerikanische Regierung unter Donald Trump hat eine neue Strategie zur Bekämpfung von Handelsungleichheiten vorgestellt. Der Fokus liegt dabei auf der Anpassung von Zöllen sowie dem Druck auf Länder, die nach Ansicht der USA ihre Währungen manipulieren oder andere Formen des Protektionismus betreiben. Diese Maßnahmen haben besonders die Europäische Union stark getroffen.

Neue Tarife für internationale Partner

Die amerikanische Administration will durch die Einführung neuer Importzölle den Ausgleich im internationalen Handel erzielen. Dabei wird ein spezielles Augenmerk auf das Prinzip der Gegenseitigkeit gelegt, um Ungleichheiten zwischen den Handelspartnern zu reduzieren.

Die US-Regierung hat angekündigt, dass Länder, die höhere Abgaben für US-Einfuhren verlangen als umgekehrt, künftig mit erhöhten Zöllen konfrontiert werden. Ziel dieser Politik ist es, das enorme Handelsdefizit Amerikas langfristig zu senken, das im vergangenen Jahr fast eine Billion Dollar erreichte. Besonders betroffen sind europäische Automarken, deren Zölle nun auf 25 Prozent ansteigen sollen. Trump argumentiert, dass solche Maßnahmen nötig seien, um über Jahre hinweg entstandene Ungerechtigkeiten in der industriellen Basis der USA auszugleichen. Damit sei es nun vorbei, so der Präsident, der diese Entscheidung als „Unabhängigkeitserklärung“ für die amerikanische Wirtschaft bezeichnet.

Kritik an Währungsmanipulation und Protektionismus

Außerdem richtet sich der Kritikpunkt der USA gegen sogenannte nicht tarifäre Handelsschranken wie Währungsmanipulationen und Subventionen. Diese würden die Wettbewerbsfähigkeit fremder Exporteure ungerechtfertigt verbessern.

In seiner Begründung spricht Trump von einer jahrelangen Ausbeutung amerikanischer Arbeitnehmer und Unternehmen durch ausländische Regierungen. Besonders hart kritisiert er die EU, deren Handelspraktiken laut ihm noch schlimmer seien als die von Feinden der USA. Ein weiteres Beispiel ist China, das seit Jahren beschuldigt wird, seine Währung künstlich zu verbilligen. Auch subventionierte Exporteure sowie steuerliche Vorteile werden als Mittel genannt, die den Marktzugang für US-Unternehmen erschweren. Trump betont, dass diese Faktoren in die Gesamtbetrachtung der Zollanpassungen einbezogen werden. So soll die EU künftig einen kombinierten Zollsatz von 20 Prozent zahlen, während chinesische Importe durchschnittlich mit 34 Prozent besteuert werden sollen. Dies alles geschieht unter dem Motto, dass auch nette Menschen manchmal hart durchgreifen müssen, um Gerechtigkeit im Handel wiederherzustellen.

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