Ein innovativer Ansatz aus Deutschland vereinfacht die Nutzung von Elektrofahrzeugbatterien für den Hausbedarf. Ingenieure aus Lehrte haben ein System entwickelt, das es ermöglicht, elektrischen Strom direkt vom Auto zu nutzen, ohne komplexe Anschlüsse oder teure Zusatzgeräte. Die neue Technologie nutzt bestehende Komponenten auf intelligente Weise.
Das Herzstück dieser Erfindung ist ein kompaktes Gerät, das den Wechselstrom des Fahrzeugs in einen Gleichstrom umwandelt, welcher dann an bestehende Solaranlagen angeschlossen werden kann. Dadurch wird der Akku des Elektrofahrzeugs zu einem flexiblen Speichermedium für den häuslichen Strombedarf. Die maximale Leistung beträgt 3.000 Watt und lässt sich nach Bedarf auf 400 Watt herunterregeln. Ein weiterer Vorteil: Der Standard-Wechselrichter der Solaranlage unterscheidet nicht zwischen autogeneriertem Strom und solarem Ertrag.
Um ungewollte Einspeisungen ins öffentliche Netz zu vermeiden, gibt es spezielle Regelungseinheiten, die je nach Hausakku-Ladestand die Stromentnahme steuern. Diese sorgen dafür, dass nur der benötigte Strom abgezogen wird und keine zusätzlichen Kosten entstehen. Eine weitere technische Neuerung ist die "Connect Unit", welche bestehende Anschlüsse intelligent verteilt und somit eine zusätzliche Flexibilität bietet. Allerdings muss berücksichtigt werden, dass durch mehrfache Umwandlungen zwischen Gleich- und Wechselstrom ein Teil der Energie verloren geht.
In Zeiten wachsender Energiekosten und steigender Akzeptanz elektrischer Mobilität bietet diese Lösung eine innovative Möglichkeit, bestehende Ressourcen effizienter zu nutzen. Obwohl die Handhabung noch einige Verbesserungen bedarf, stellt dieses System einen wichtigen Schritt in Richtung selbstbestimmter Energienutzung dar. Es zeigt, dass kreative Technikentwicklungen helfen können, bestehende Barrieren zu überwinden und nachhaltige Energiekonzepte realisierbar zu machen.