Seit Sommer 2024 ist es Vorschrift innerhalb der Europäischen Union, dass neue Fahrzeuge mit einem intelligenten Geschwindigkeitsassistenten (ISA) ausgestattet sein müssen. Dieses System soll dazu beitragen, tödliche Verkehrsunfälle durch übermäßige Geschwindigkeit zu reduzieren. Allerdings weisen einige dieser Systeme auf technische Probleme hin, wie fehlerhafte Erkennung von Schildern oder veraltete GPS-Daten. Obwohl die Deaktivierung des Systems möglich ist, bleibt sie nicht dauerhaft wirksam und muss nach jedem Fahrzeugneustart wiederholt werden.
Die Einführung intelligenter Geschwindigkeitsassistenten im Rahmen der EU-Richtlinien markiert einen bedeutenden Schritt in der Verkehrssicherheit. Das System erkennt automatisch Tempolimits mithilfe von Kameras oder GPS-Datenbanken und warnt den Fahrer bei Überschreitung der Höchstgeschwindigkeit. In manchen Fällen kann das Auto sogar sanft abgebremst werden. Trotz dieses Fortschritts gibt es Berichte über Unzuverlässigkeit bei der Erkennung der Verkehrsschilder sowie Fehler in den verwendeten Kartendaten. Diese Missstände führen dazu, dass Autofahrer gelegentlich falsche Warnungen erhalten, was insbesondere auf Autobahnen problematisch sein kann.
Um diesen Herausforderungen zu begegnen, haben verschiedene Hersteller spezifische Lösungen zur Deaktivierung des ISAs entwickelt. So können Toyota-Fahrzeuge wie der bZ4X oder Mirai diese Funktion durch ein Untermenü im Einstellungsbereich ausschalten. Bei BMW genügt eine längere Betätigung der Set-Taste, während Mercedes-Benutzer einfach auf ein Symbol am Touchscreen tippen können. Kia- und Hyundai-Fahrzeuge bieten die Möglichkeit, Tasten am Lenkrad für die Deaktivierung zu verwenden. Doch selbst wenn der ISA vorübergehend abgeschaltet wird, muss diese Aktion nach jedem Fahrzeugstart wiederholt werden.
Die Notwendigkeit solcher Assistenzsysteme bleibt jedoch unbestritten. Laut dem European Transport Safety Council könnte die Anzahl tödlicher Verkehrsunfälle um etwa 30 Prozent sinken, wenn alle Autofahrer strikt an den Tempolimits festhielten. Zudem zeigt sich, dass viele Unfälle nicht nur aufgrund offensichtlich überhöhter Geschwindigkeit, sondern auch wegen unzureichender Geschwindigkeitsanpassung bei widrigen Wetterbedingungen passieren.
Trotz der momentanen technischen Herausforderungen stellt der Geschwindigkeitsassistent einen wichtigen Beitrag zur Sicherheit dar. Während die Automobilhersteller weiterhin daran arbeiten, die Zuverlässigkeit der Systeme zu verbessern, sollten Fahrer die Vorzüge eines korrekt funktionierenden ISAs nicht unterschätzen. Es bleibt dabei entscheidend, sowohl auf technische Innovationen als auch auf menschliche Verantwortung zu setzen, um den Straßenverkehr sicherer zu gestalten.