Das Auto
Tragischer Unfall mit E-Sportwagen in China: Xiaomi untersucht Zusammenbruch der Sicherheitstechnologie
2025-04-01

Eine kürzlich in der ostchinesischen Provinz Anhui geschehene Tragödie hat die Diskussion über autonome Fahrzeuge wieder aufgeflammt. Drei Frauen starben bei einem Unfall, in dem ihr elektrischer Sportwagen des Modells SU7 von Xiaomi aufgrund eines Systemschwaches nicht rechtzeitig vor einer Baustelle gebremst hat. Das Unternehmen kooperiert nun mit den Behörden und liefert relevante Daten zur Klärung der Vorfälle.

Der Unfall wirft Fragen nach der Effizienz der NOA-Technologie auf und lässt Zweifel an der Sicherheit moderner Fahrzeugassistenten entstehen. Experten analysieren nun, ob technische Mängel oder menschliche Fehlentscheidungen für das Drama verantwortlich waren.

Grenzen der Navigation on Autopilot (NOA): Was ist schiefgelaufen?

In der Nacht des 29. März ereignete sich ein schwerer Unfall, als ein SU7-Fahrzeug mit aktivierter NOA-Funktion eine Baustelle nicht erkannte. Obwohl das System einen Alarm auslöste und in den manuellen Modus wechselte, konnte das Auto die Geschwindigkeit nicht vollständig reduzieren. Die Untersuchungen konzentrieren sich nun darauf, warum das Fahrzeug trotz dieser Maßnahmen gegen eine Absperrung prallte.

Die Analyse der Ereignisse zeigt, dass der SU7 zwar eine Bremsaktion initiierte, diese jedoch nicht ausreichend war, um einen Aufprall zu verhindern. Ein veröffentlichtes Protokoll von Xiaomi offenbart, dass das Auto aufgrund fehlender Fahrbahnmale möglicherweise falsche Informationen erhalten hat. Diese Situation verdeutlicht die begrenzte Leistungsfähigkeit der NOA-Technologie, insbesondere in komplexen Verkehrsszenarien. Der Widerspruch zwischen erwarteter und tatsächlicher Reaktion des Systems hebt zudem die Notwendigkeit hervor, solche Assistenten weiter zu optimieren.

Xiaomi im Visier: Herausforderungen bei der Entwicklung autonomer Technologien

Als weltweit drittgrößter Smartphonehersteller und Neuling im Automobilmarkt steht Xiaomi unter besonderem Druck, seine Sicherheitstechnologien zu verbessern. Der tragische Unfall bringt die Schwächen des SU7-Modells ans Licht und fordert das Unternehmen heraus, die Zuverlässigkeit seiner Produkte zu steigern.

Seit Beginn der Produktion im Jahr 2024 hat Xiaomi bemerkenswerte Erfolge verbucht, doch der Testbericht des SPIEGEL zeigte bereits im Vorjahr erhebliche Defizite in der Funktion des Fahrassistenten auf. Besonders kritisiert wurde die mangelnde Anpassungsfähigkeit des SU7 an variablen Verkehrssituationen. Die aktuelle Tragödie unterstreicht somit die Notwendigkeit, die Software weiterzuentwickeln und zusätzliche Sicherheitsmechanismen einzuführen. Xiaomi muss nun beweisen, dass es den Ansprüchen des modernen Automarktes gerecht wird, während es gleichzeitig die Vertrauensbasis seines Publikums wiederherstellt.

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